04. 04. 2017

15. Pflanzenmarkt in Mulhouse (F)

Foto: Guilhem de Lepinay

Am Wochenende des 8.-9. April öffnet der zoologische und botanische Garten von Mulhouse in Frankreich allen Pflanzen- und Naturliebhabern seine Tore. Auf dem Programm dieses ländlichen Wochenendes im Herzen einer 25 ha großen Grünfläche stehen verschiedene Attraktionen, Austauschmöglichkeiten, Spazier- und Entdeckungstouren für Groß und Klein.

Inmitten einer prächtigen Umgebung, die mit dem Prädikat „bemerkenswerter Garten“ ausgezeichnet wurde, können die Besucher des 15. Pflanzenmarktes von Mulhouse im Laufe des Wochenendes seltene Blumengattungen, Gartendekorationen sowie zahlreiche Neuheiten zur Bepflanzung  und Verschönerung von Außenbereichen und Innenräumen entdecken. Die Besucher werden von rund 70 nationalen und internationalen Ausstellern empfangen und beraten werden.

Unter den Ausstellern befinden sich namhafte Gärtnereien und Baumschulen wie beispielsweise die Familie Bourdillon, Fleurs Frondes & Cie oder die deutsche Gärtnerei Gräfin von Zeppelin. Darüber hinaus haben zwei neue Aussteller zugesagt: Racine du Temps, Spezialist für historische Rosensorten und die Gärtnerei Taillat, Spezialist für Parfümpflanzen.

Schon 2016 besuchten  nahezu 21.000 Besucher die Veranstaltung, sowohl Neugierige als auch Experten, um in dem baumbestandenen Park die Vielfalt und den Reichtum der dargebotenen Pflanzen zu bewundern. In dem zoologischen und botanischen Garten von Mulhouse können 3.500 Baum-und Pflanzenarten und betrachtet werden (alleine 850 davon sind Bäume). Die meisten sind mit Etiketten versehen, um ihre Besonderheit besser verständlich zu machen.

Bemerkenswerte Sammlungen
17 bemerkenswerte Bäume sind die Höhepunkte der Alleen des zoologischen und botanischen Gartens von Mulhouse. Sie wurden 1867 von dem Landschaftsgärtner Geiger Père gepflanzt und sind heute echte Naturdenkmäler, die der Besucher bei seinem Rundgang besichtigen kann. Seit 1980 werden regelmäßig neue Bäume gepflanzt. Jede Umgestaltung der Gärten ermöglicht die Präsentation seltener Pflanzen: Sammlungen der Ginkgo Biloba und der Zwergkoniferen im Garten der Pfingstrosen, verschiedene japanische Ahornbäume und Hartriegel im Garten der Rhododendren, Baumsorten mit dekorativer Rinde im Garten der Sinne  sowie unterschiedliche Rosaceae (Sorbus, Crataegus, Malus) im Bereich der Prärie.

Eine wissenschaftliche Beschilderung
Wie in jedem botanischen Garten sind auch hier alle Pflanzen beschildert. Mehr als 3.500 Etiketten führen durch den zoologischen und botanischen Garten von Mulhouse und geben dem Besucher die Auskünfte über die Bäume und Sträucher:  der gebräuchliche Name, der Name auf Latein, Autor, Gattung sowie das geografische Herkunftsgebiet. Bei den mehrjährigen Pflanzen wird der lateinische und der gebräuchliche Name angegeben und bei den Blumensammlungen nur der Name der Sorte.

Die thematischen Gärten
Sieben thematische Gärten sind auf dem Gelände des  zoologischen und botanischen Gartens von Mulhouse verteilt. Sie sind aufgrund der Sortenvielfalt sowie der Blütenpracht und der Gerüche bei den Besuchern sehr beliebt. Besonders erwähnenswert  sind die Gärten der Pfingstrosen, der Rhododendren, der Iris, der Tulpen und der Dahlien.

2016 wurde der Garten der Riesenpflanzen eröffnet. Auf einer Fläche von über 1.300m² befinden sich die größten mehrjährigen Pflanzen mit dem weltgrößten Blattwerk.

er im Jahr 2000 angelegte Garten der Sinne stellt die Farben, Gerüche, Geschmäcker oder Tasterfahrungen im Bereich der Pflanzenwelt zur Schau. Auf 4.000 m² werden 200 verschiedene Bäume, Sträucher und mehrjährige Pflanzen präsentiert, die in vier Bereiche aufgeteilt sind: Farbe, Geruch, Geschmack und Berührung. Dieser Garten ist ideal, um Schülergruppen mit dem botanischen Reichtum vertraut zu machen.

Im Garten des Elsass befinden sich an die 300 Pflanzenarten die zur elsässischen Flora gehören. Hier wurden die natürlichen Lebensräume der Region nachgebildet: Hügellandschaft der Weinberge, Überschwemmungsauen, Kalksteinhügellandschaft des Jura. Die gefährdeten Arten sind in einem Artenschutzprogramm aufgenommen. Die pädagogische Beschilderung informiert den Besucher über die geografische Herkunft, die Gründe der Gefährdung sowie den nationalen und/oder regionalen Schutzstatus. Mit Hilfe dieses „Schaufensters“ der bedrohten Arten des Elsass, beteiligt sich der zoologische & botanische Garten von Mulhouse an den Arbeiten des neuen, im Jahr 2011 gegründeten botanischen Konservatoriums des Elsass, das die Arbeit der verschiedenen Strukturen zur Erhaltung der Pflanzenvielfalt des Elsass koordiniert.

Mehr erfahren Sie auch unter www.mulhouse-alsace.fr



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