Cardamine trifolia
Deutscher Name: Wald-Schaumkraut, Kleeblättriges Schaumkraut
Geselligkeitsstufe: 3
Allgemeines: Die zu den Brassicaceae (Kreuzblütlern) gehörende Gattung Cardamine zählt zu ihrer Verwandtschaft eine ganze Reihe polsterförmig oder teppichartig wachsender Formen, beispielsweise Arabis (Gänsekresse), Aubrieta (Blaukissen), Draba (Hungerblümchen) oder auch Thlaspi (Täschelkraut).
Verbreitung: In mittel- und südeuropäischen Bergregionen. Ausschließlich in schattigen, kühl-feuchten Laub- und Nadelwäldern, gerne in Schlucht-und Auwaldbereichen.
Eigenschaften und Anforderungen: Das Wald-Schaumkraut erzielt die beste Wirkung im Halb- bis Vollschatten. In teilweise besonnten Lagen leiden die Pflanzen. Sie wünschen kühle bis kalte Plätze. Frosthart. C. trifolia verlangt nach frischen bis feuchten Stellen; hochempfindlich gegen Luft- und Bodentrockenheit. Bevorzugt humose, lockere, steinige oder lehmige, möglichst nährstoffreiche Böden; gedeiht auf mäßig sauren, besser neutralen bis alkalischen Substraten. Empfindlich gegenüber Stadtklima. Trittempfindlich.
Wuchs: Das Wald-Schaumkraut breitet sich polster- bis rasenartig mithilfe von kurzen Ausläufern aus; formt lockere bis dichte, sehr niedrige, bis etwa 10 cm hohe Teppiche, sehr langsamwüchsig.
Blatt: Winter- bis immergrün, in grundständigen, undeutlichen Rosetten angeordnet. Dreiteilig wie Kleeblätter, derb ledrig, etwas gezähnt, schwarzgrün gefärbt, 2–3 cm groß.
Blüte: Vier undeutlich trichterähnlich angeordnete Blütenblätter, kleine, weiße Dolden mit leichtem Duft, im Verblühen auch weißlich rosa. Locker gruppiert an kurzen, aufrechten, drahtartigen Stängeln, selten höher als 20 cm. Oft lange Blütezeit: April bis Mai, selten bis Anfang Juni.
Verwendung: Ein wenig gepflanzter, wenig auffälliger Bodendecker. Wegen der ausgeprägten Schwachwüchsigkeit nur für kleine Flächen zu empfehlen. Hervorzuheben ist die Zähigkeit, mit der das Wald-Schaumkraut Wurzel- und Schattendruck, auch unter Koniferen, aushält. Von aggressiven Partnern wird es verdrängt. Es wächst noch unter höheren Schattenstauden. Gut geeignet für Wald- oder Schattenpartien, schön mit kleinen Gräsern oder Farnen zu kombinieren. Hohe Pflanzdichte erforderlich: 12–16 Stück/m², aber auch 25 Stück/m² sind gut möglich.
Pflanzenmanagement: Wenig pflegebedürftig. Gelegentlich ist ein Rückschnitt der immergrünen, im Winter mitunter beschädigten Blätter notwendig. Dankbar für dünnes Auftragen von Laubkompost oder zersetztem Rindenhäcksel. In Trockensommern muss zwingend gegossen werden.
Sortiment: Von der Wildform Cardamine trifolia gibt es keinerlei Selektionen. Cardamine pentaphyllos (= Dentaria pentaphyllos) – Finger-Zahnwurz: hübsche, violettrosa Blütendolden, April-Mai. Undeutlich aufgebaute Horste, entwickelt sich dank der Ausläuferbildung oft auch in größeren, lockeren Beständen im Schatten. 20–30 cm hoch. Bildet keine geschlossenen Flächen, muss deshalb stets mit anderen Schattenstauden kombiniert werden.
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