Gehölze in Flandern
Wie vielfältig sich Produktion und Absatz von Gehölzen im flämischen Teil Belgiens darstellen, zeigt ein Besuch von Betrieben. Dazu lud die Absatz- und Marketingorganisation Vlam während der Florall in Gent ein.
Geert und Ingrid Devriese-Luyssen (Wingene) haben im Jahr 2002 ihre Liebe zu Lagerstroemia entdeckt. Seitdem sammeln sie die Sorten, testen sie, tragen Informationen zusammen und kontaktieren Züchter und Produzenten weltweit. So konnten sie inzwischen 140 Sorten auf ihre Eignung hin prüfen, und mittlerweile haben sie etwa 25 davon in Kultur. Teilweise sind die Stückzahlen noch gering, doch es gibt bereits ein verkaufsfertiges Sortiment. Daraus haben sie einige besonders winterharte Sorten selektiert, die auch in gemäßigtem Klima den Winter überstehen.
Die Hybriden 'Hopi' in Rosa, 'Acoma' in Weiß und 'Tonto' in Magentarot sollen bis zu minus 15 Grad winterhart sein. Als Kübelpflanzen in Strauchform oder als Stämmchen haben sie die Sorten 'Worlds Fair' in Dunkelrosa als hängende oder 'Mardi Gras' in Rosa und 'Pixie White' in Weiß im Programm. Im Moment hat die Bauschule noch über 100 Sorten auf ihren Prüfflächen im Test, darunter auch rotblättrige, frühe, und späte, bis in den Winter hinein blühende. Angeboten werden sie in 3 l-, 5 l- oder 9 l-Containern.
Als zweite Kultur, und das schon seit 1985, steht der Lorbeer im Mittelpunkt des 1930 gegründeten Familienbetriebes. 18 Sorten könne er bieten, zumeist Laurus nobils. Die Kultur ist langwierig, arbeitsaufwändig, und der Markt ist schwierig geworden, die erzielten Preise nicht immer auskömmlich, sagt das Gärtnerehepaar. Daher haben sie sich als zweites Standbein die Lagerstroemia aufgebaut.
Einen ausführlichen Bericht und weitere Betriebe finden Sie in dem Artikel "Flämische Vielfalt" in Ausgabe 01/ 2012 Deutsche Baumschule.
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