18. 04. 2012

Einsatz für die Platane

Dreireihige, eng stehende Platanenallee in Köln.

Der Umgang mit der Massaria-Krankheit in Köln
Die Erkrankung der Platane mit dem Massaria-Erreger stellt für viele Kommunen ein großes Problem dar – nicht nur finanziell. Die Stadt Köln will trotzdem nicht auf Platanen als Stadtbaum verzichten.

Seit ihrem wissenschaftlichen Erstnachweis in Süddeutschland im Jahr 2003 ist die Massaria-Krankheit mittlerweile in der ganzen Bundesrepublik verbreitet. Je nach regionalem Klima ist das Auftreten von Massaria in den Städten und Gemeinden unterschiedlich stark. Dies ist wahrscheinlich vorrangig auf die vom Massaria-Erreger (Splanchnonema platani) benötigten optimalen Lebensbedingungen zurückzuführen. Insbesondere bestimmen die Temperatur und der Niederschlag während der Vegetationsperiode die Befallsstärke. Je höher die Temperatur und je geringer die Niederschlagsmenge, desto günstiger ist dies für den Schaderreger.

Die Stadt Köln weist mit rund 12.000 Platanen an Straßen und 2.000 vornehmlich älteren Platanen in Parkanlagen, auf Friedhöfen und öffentlichen Spielplätzen einen sehr hohen Bestand auf. Die Platane wurde hier vor allem in den Nachkriegsjahren als großkronige, raschwüchsige, rauchharte und industriefeste Baumart gepflanzt. Somit macht die Platane etwa 15 Prozent des Straßenbaumbestandes von insgesamt rund 76.000 Straßenbäumen aus. Als Sorte wurde überwiegend Platanus x hispanica angepflanzt. Erst in den letzten 25 Jahren ging die Neupflanzung von Platanen deutlich zurück. Daher sieht die Altersverteilung so aus, dass von den rund 12.000 Platanen im Straßenraum etwa 8.000 um oder älter als 40 Jahre sind.

Über den Umgang mit der Massaria-Krankheit in Köln berichtete Johannes Stuffrein, Köln, in der April-Ausgabe der Deutschen Baumschule als Kurzfassung des Beitrags aus dem „Jahrbuch der Baumpflege 2012“. Die Literaturliste zu dem Beitrag finden Sie hier.

 

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