Wildobst
Ein neues Forschungsprojekt untersucht das Potenzial von Sanddornblättern für Naturkosmetika.
Dass Sanddornbeeren besonders gesund sind, ist lange bekannt. Auf etwa 500 Hektar wird Sanddorn (Hippophae rhamnoides) in Deutschland derzeit kommerziell angebaut, jedoch bislang ausschließlich zur Gewinnung der Früchte. Dabei haben es auch die Blätter in sich: Sie enthalten viele wertvolle sekundäre Inhaltsstoffe in hoher Konzentration, darunter Flavonoide, Tannine, B-Vitamine und Carotinoide, mit zum Teil antibiotischer und antioxidativer Wirkung.
Das macht Sanddornblätter hochinteressant, nicht nur für den wachsenden Naturkosmetikmarkt. Bislang fehlen aber Analysen zu den Inhaltsstoffen einheimischer Sanddornsorten, ebenso wie die wissenschaftlichen Grundlagen für Extraktionsverfahren und Produkte. Seit Oktober 2011 untersucht deshalb ein Forschungsverbund unter Koordination der Untersuchungs-, Beratungs- und Forschungslaboratorium GmbH (UBF GmbH, Altlandsberg/Berlin) mit drei weiteren Partnern, wie sich die Inhaltsstoffe aus Sanddornblättern gewinnen und nutzen lassen. Die Forscher wollen Blättertrockenprodukte mit standardisiertem Wirkstoffgehalt sowie Extrakte daraus erzeugen, um schließlich eine Naturkosmetikserie für die Altershaut daraus zu entwickeln.
Mehr dazu in Ausgabe 01/ 2012 Deutsche Baumschule.
Diesen Beitrag kommentieren
Die Beiträge werden von der Redaktion geprüft und innerhalb der nächsten 24 Stunden freigeschaltet.
Wir bitten um Ihr Verständnis.