05. 05. 2017

Bodendecker im Porträt

Gypsophila repens, Teppich-Schleierkraut, Kriechendes Gipskraut.

Gypsophila repens
Deutscher Name: Teppich-Schleierkraut, Kriechendes Gipskraut
Geselligkeitsstufe:
3–4
Allgemeines:
Die Gypsophila-Formen sind mit den Cerastium-Arten nahe verwandt und zählen wie diese zu den Caryophyllaceae (Nelkengewächse). Weltweit kennt man 125 Arten, wovon lediglich zwei hierzulande auftreten. Die Gattung setzt sich aus zahllosen Einjährigen, etlichen Stauden und selten auch aus Halbsträuchern zusammen.

Verbreitung: Europäische Gebirge, von den Pyrenäen bis zu den Karpaten, vornehmlich in Hochlagen von 1500 bis 2800 m NN; besiedelt durchrieselte, zeitweise überschwemmte und übersandete Felsschuttfluren; findet sich gelegentlich im Tiefland an schottrigen Bachufern und auf Kiesbänken alpennaher Flüsse. Partner sind Saxifraga oppositifolia (Zwerg-Steinbrech), Salix serpyllifolia (Quendel-Weide), Campanula cochlearifolia (Zwerg-Glockenblume) und Linaria alpina (Alpen-Leinkraut).

Eigenschaften und Anforderungen: Ausschließlich an voll besonnten Plätzen, wärmeverträglich. Trotz des alpinen Vorkommens nur mäßig frosthart, speziell in schneearmen Wintern kommt es zu Ausfällen. Liebt frische bis feuchte Böden, leidet unter lang anhaltender Trockenheit. Verlangt nährstoffarme, kalkhaltige Substrate mit Spuren von Lehm: sandig, kiesig-schottrig, auch auf Recyclingmaterialien; in schweren Böden glatter Ausfall. Stadtklima meidend, trittempfindlich.

Prof. Dr. Peter Kiermeier,
Weihenstephan

Die ganze Beschreibung finden Sie in Ausgabe 4/2017 Deutsche Baumschule.



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