17. 04. 2012

Misteln an Bäumen – Fluch oder Segen?

Baumschutz
Derzeit fällt ein ansonsten eher unbeachtetes Gehölz durch seine anscheinend massenhafte Ausbreitung insbesondere in Städten auf: die Weißbeerige Mistel (Viscum album L.). Früher verehrt und viel genutzt, wird die Weißbeerige Mistel (Viscum album L.) heute eher als störender Parasit empfunden. In einigen deutschen Großstädten werden sogar Bekämpfungsstrategien entwickelt, um den Stadtbaumbestand zu schützen.

Verbreitet herrscht der Eindruck, dass der Mistelbefall an Stadtbäumen zunimmt. Ob dies zutrifft, ist allerdings strittig.

Eine wichtige Frage, die in der Praxis häufig auftaucht, ist dabei: Wie, wo, wann und mit welchen Folgen schädigt die Mistel ihren Wirtsbaum? Tritt die Mistel massenhaft auf, so kann sie zu Schädigungen an Einzelbäumen oder Baumbeständen führen. Stadtbaumbestände sind lokal (vor allem an Hybridpappeln) besonders starkem Mistelbefall ausgesetzt, durch den ihre Vitalität abnehmen kann, bis hin zum Absterben von Ästen, Kronenteilen und ganzen Bäumen.

Ob diese eine Gefährdung für die Bäume darstellt, beleuchtet der Artikel von Prof. Dr. Andreas Roloff, Dr. Britt M. Grundmann und Dr. Ulrich Pietzarka aus Tharandt in der Deutschen Baumschule 4/2012 als Kurzfassung des Beitrags aus dem „Jahrbuch der Baumpflege 2012“. Die Literaturliste zu dem Beitrag finden Sie hier.

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