19. 02. 2016

Wohin geht die Reise im gläsernen Markt?

Frosthart und gesund: Thuja occidentalis 'Smaragd' bleibt gefragt. Fotos: Werkfotos/Eberts

Jungpflanzen: Produktion und Absatz
Die Marktlage und ein intensiver Austausch über das Marktgeschehen standen bei der Tagung des BdB-Fachausschusses Jungpflanzen in Goslar im Mittelpunkt. Der zunehmend gläserne Markt birgt Risiken und Chancen: Er erschwert die Preisgestaltung zusätzlich, während der steigende Absatz über das Internet für einen Lichtblick sorgt.

Im Nachgang zur Wintertagung des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) im Januar in Goslar sprachen wir mit Wilfried Eberts (Tangstedt), seit 2015 Vorsitzender des Fachausschusses Jungpflanzen, über die Marktlage und aktuelle Entwicklungen in der Branche.

Unbefriedigende Herbstsaison
Die Herbstabsätze für Jungpflanzen erreichen in den letzten Jahren zumeist nicht mehr als 15 bis 20 Prozent des Gesamtumsatzes. Der größte Teil der Sommer- oder Herbstabsätze wird getragen durch typische Kulturen wie Thuja, Taxus, Pinus und vereinzelt auch Kirschlorbeer, die gern im Spätsommer aufgeschult werden. Doch selbst bei diesen Klassikern im Herbstabsatz gab es im letzten Jahr Schwierigkeiten. Wärme und Trockenheitführtendazu, dassder Herbstabsatz von Jungpflanzennoch geringerals in den Vorjahren ausfiel.

Bis weit in den Oktober hinein konnte aufgrund der trockenen Böden, besonders in Hessen, Bayern, Teilen von Baden-Württemberg und einigen östlichen Bundesländern, im Freiland nicht aufgeschult werden. Deshalb wurden die Sommer- und Herbstaufschulungen auf unbestimmte Zeit verschoben.
Der Absatz wurde noch aus einem weiteren Grund erschwert: nämlich die allgemeine Verunsicherung der Branche.

Branche zeigt sich verunsichert
Durch die Rückgänge im Endverkauf im Sommer- und Herbstgeschäft waren, so die Erfahrung der Jungpflanzenbetriebe, auch ihre Abnehmer bei der Planung für die Neuaufschulung verunsichert. In Folge schlug die allgemeine Marktlage, das heißt große Verunsicherung bei Gartenbaumschulen und Gartencentern durch veränderte Einkaufsmentalität der Konsumenten, auch auf den Jungpflanzenabsatz durch. Nur in Teilbereichen wie bei den Obstgehölzen ist die Entwicklung zufriedenstellend, beobachtet Eberts.
Bei der Absatzentwicklung insgesamt gebe es sicherlich Unterschiede, abhängig von der Region, vom Standort in Anbaugebiet oder Streulage. Richtig zufrieden schienen jedoch nur wenige Betriebe zu sein.
Mit dem schwächeren Absatz im Herbst und gleichzeitig großen Mengen am Markt geht das Dilemma der Preisentwicklung einher. Insbesondere bei Rosen und Alleebäumen ist von sehr schlechten Preisen die Rede. we/bim

Lesen Sie den ganzen Artikel mit vielen weiteren Informationen zur Marktsituation sowie ein Fazit in Ausgabe 02/2016 Deutsche Baumschule.



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