Die Deutsche Baumschule

Das Baumschulwesen gehört zu den traditionsreichsten Branchen in Europa. Nicht selten sind Unternehmen in dritter, vierter oder mehr Generationen in den Händen einer Familie. Auch die Deutsche Baumschule kann auf eine längere Geschichte zurückblicken – zumindest in „Zeitschriftenjahren“.

Welcher Baumschüler kennt seinen Namen nicht: Gerd Krüssmann. Er ist unter anderem der Verfasser des Standardwerkes schlechthin:  „Die Baumschule“. Wer etwas wissen möchte, der schlägt bei Krüssmann nach. Und dies seit über 80 Jahren. Er ist auch der erste Redakteur des Magazins Deutsche Baumschule.

Am 1. Januar 1949 erblickt die Zeitschrift das Licht der Welt, noch eigenhändig zusammengeklebt von Gerd Krüssmann und Arthur Schönenberg, dem damaligen Schriftleiter der Deutschen Gärtnerbörse – einem Magazin, das ebenfalls noch immer im Hause erscheint. 16 Seiten waren es, die die beiden Herren in mühsamer Handarbeit fertigten. Schon nach wenigen Ausgaben wird der Umfang verdoppelt.

Als „eine Schriftenreihe für das gesamte Baumschulwesen", startet die Deutsche Baumschule und erscheint von Anfang an einmal monatlich. Ab 1.10.1949 heißt sie dann Deutsche Baumschule — „Die Zeitschrift für das gesamte Baumschulwesen". Bevor sich das aber wieder ändert, gibt es erst einmal Anzeigenseiten: ab 1950. Jetzt hat die Deutsche Baumschule auch einen Umschlag, ebenso ein Titelbild, das vorwiegend Pflanzen zeigt. Neu ist auch die erste Anzeige auf der Rückseite des Umschlags: eine halbe Seite. Der Cela Pflanzenschutz-mann rät zu Streu-Nex-FB! Wenig später gefolgt von Tina Schneidewerkzeuge auf dem Rücken des Heftes.

Ab nun in Farbe

In der Ausgabe 5 gibt es das erste farbige Titelbild. Von 1954 bis 1970 trägt „Die Zeitschrift für das gesamte Baumschulwesen" den Zusatz: Mitteilungsblatt der Internationalen dendrologischen Union (Ab 7/65 International Dendrology Society). Klein und handlich war das Format der Deutschen Baumschule, das bis 1963 lediglich DIN A 5 war. 1964 kam nicht nur das größere neue Format, sondern auch insgesamt eine veränderte Gestaltung. Titelbilder erschienen in wechselnder Zusatzfarbe, gern auch mal orange und kräftig hellgrün.

In zwei Ausgaben 1970 bleibt ein schlichtes „Zeitschrift für Baumschulwesen" übrig und dann formuliert sich der Titel zu „Erste und älteste Zeitschrift für das Baumschulwesen". Zum gleichen Zeitpunkt, ab 9/1970, sind nun die Titelbilder durchgängig vierfarbig und seit 1971 ist das Format DIN A4. Die verschiedensten Nuancen gab es beim Verlagsnamen, angefangen von Verlag Deutsche Gärtnerbörse Aachen (1949) über „Verlag Dr. Rudolf Georgi, Deutsche Gärtnerbörse, Aachen, bis hin zum Verlag Deutsche Baumschule Aachen im Jahr 1977. Der Wechsel vom Verlag Georgi GmbH — Aachen vollzog sich dann ab Ausgabe 4/1997 zu NGM Neue Gartenbau Medien GmbH und Co. KG Aachen nach der Kooperation mit dem Thalacker Verlag, der schließlich ganz übernimmt.
Im Jahre 2005 kauft der familiengeführte britische Verlag Haymarket die Thalacker-Medien.

Die Redaktionsleitung

Von 1949 bis 1974 liegt die damals noch so genannte Schriftleitung bei Gerd Krüssmann. Bis 1957 hat die Baumschule einen Redaktionsausschuss mit Sitz in Voerde. Ein Jahr später heißt es dann „Redaktion" und der Sitz wechselt nach Dortmund-Brünninghausen. Im Jahre 1999 wechselt er erneut, dieses Mal nach Braunschweig.

1971 wird aus dem Schriftleiter Krüssmann der Redaktionsleiter. Zur Redaktionsgemeinschaft gehören Christian W. Köhler und Norbert Schönenberg. 1975 übernimmt Helmut Maethe die Leitung der Deutschen Baumschule. Er begleitet die Baumschulwirtschaft in prägender Weise bis zu seinem unerwarteten Tod im Jahre 1997 und wird selber zu einer Institution. Sein Nachfolger wird Robert Markley, seit 1993 im Impressum der Deutschen Baumschule, der das Magazin fast bis zur Jahrtausendwende führt. Im Frühjahr 1999 übernimmt Sabine „Bine“ Müller das Ruder und lenkt die redaktionellen Geschicke 18 Jahre. Sie gibt die Leitung im November 2017 zwar ab, steht aber auch im „Unruhestand“ ihrer Nachfolgerin Annette Hackbarth weiterhin mit Rat und Tat zur Seite.

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