13. 07. 2017

Invasive Arten: Folgen nicht geprüft

Das Mammutblatt gehört mit zu den zwölf gebietsfremden invasiven Arten auf der IAS-Liste der EU.

Gemeinsam mit dem Europäischen Baumschulverband ENA und dem europäischen landwirtschaftlichen Dachverband Copa-Cogeca äußerte der Zentralverband Gartenbau ZVG Bedenken über die Entscheidung des EU-Ausschusses, weitere invasive gebietsfremde Arten (IAS) in die EU-Liste der IAS vom Juli 2016 aufzunehmen. 

Zudem wurde gewarnt, dass die sozioökonomischen Folgen nicht angemessen geprüft worden seien.Der EU-Liste der IAS wurden zwölf neue Arten hinzugefügt, davon seien laut Verbände drei von sozioökonomischer Bedeutung für den Gartenbausektor: Asclepias syriaca (Gewöhnliche Seidenpflanze), Gunnera tinctoria (Mammutblatt) und Pennisetum setaceum (Afrikanisches Lampenputzergras).
Der ELO-Generalsekretär ist der Ansicht, dass die Wissenschaftler, die die Risikobewertung für diese Arten vornehmen, nicht in der Lage seien, den sozioökonomischen Nutzen angemessen zu bewerten. Für eine faktenbasierte Risikobewertung sollten neben den Umweltexperten auch Wirtschaftsexperten herangezogen werden.

Josep M. Pagès, Generalsekretär des Europäischen Baumschulverbands, fügte hinzu, dass Zierpflanzenzüchter sterile Sorten entwickelt hätten, die nach Artikel 3 (2) nur über geringe oder keine wirksamen Reproduktions- und Verbreitungsmechanismen verfügen würden und somit nicht invasiv seien. db

Lesen Sie viele weitere Nachrichten auch in Ausgabe 07/2017 Deutsche Baumschule.



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