22. 06. 2017

Aktivisten wollen Bayer-Monsanto-Fusion stoppen

Protestaktion vor dem Deutschen Bundestag gegen die geplante Fusion von Bayer und Monsanto. Foto: Aktion Agrar
Erstellt von TASPO Online

Mit einer Protestaktion vor dem Bundestag appellierten Umwelt- und entwicklungspolitische Organisationen heute an die Regierung, die Fusion von Bayer und Monsanto zu stoppen. Unterdessen hat der Leverkusener Chemieriese angekündigt, die Übernahme noch im laufenden Quartal bei der EU-Kommission zur kartellrechtlichen Prüfung einzureichen.

Gegen die Transaktion protestieren insgesamt 20 landwirtschaftliche, ökologische und entwicklungspolitische Organisationen mit einer „Streitschrift gegen die Ohnmacht der Wettbewerbskontrolle“. Darin rufen sie dazu auf, die Regeln für Konzernfusionen zu verschärfen und so die Macht von Industrieriesen zum Wohl kleinerer und mittlerer Betriebe zu begrenzen.

Aktivisten fordern von der Bundesregierung Maßnahmen gegen Konzernfusion

Sollte die EU-Kommission dem Zusammenschluss von Bayer und Monsanto zustimmen, müsse die Bundesregierung dagegen notfalls vor dem Europäischen Gerichtshof Klage einreichen, so ihre Forderung.

„Bayer und Monsanto sind schon ohne eine Fusion zu groß. Sie haben seit Jahren mit ihrer großen Marktmacht Monokulturen vorangebracht und Druck auf Regierungen ausgeübt, beispielsweise gentechnisch verändertes Saatgut oder Pestizide zuzulassen. Vereint steigern sie ihren Einfluss weiter – zum Schaden von Menschen und Umwelt weltweit“, erklärt dazu Lena Michelsen von der Organisation Inkota.

Bayer rechnet mit umfassender Prüfung der Monsanto-Übernahme

Medienberichten zufolge will sich Bayer in den kommenden Tagen die Genehmigung für die Monsanto-Übernahme von der EU-Wettbewerbskommission einholen. Allerdings rechnet der Leverkusener Chemiekonzern mit einer umfassenden Prüfung der beabsichtigten Transaktion. Trotzdem geht das Unternehmen davon aus, den Kauf von Monsanto bis zum Ende des Jahres abschließen zu können.

Im vergangenen Herbst hatten sich die beiden Konzerne auf eine Übernahme geeinigt. Rund 59 Milliarden Euro will Bayer für den Saatgutgiganten Monsanto auf den Tisch legen.

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