22. 09. 2014

Bodendecker im Portrait

Maianthemum bifolium

Maianthemum bifolium
Deutscher Name: Gewöhnliches Schattenblümchen, Zweiblatt

Geselligkeitsstufe: 4

Allgemeines: Das Schattenblümchen sieht wie eine verkleinerte Ausgabe des Maiglöckchens aus. Die Verwandtschaft ist tatsächlich sehr eng: Beide Gattungen sind in der Familie Convallariaceae zusammen mit Duft- und Salomonssiegel (Smilacina und Polygonatum) vereint.

Verbreitung: Das Zweiblatt stellt eine Art Weltenbummler dar: Es besiedelt die Hainsimsen-Buchenwälder im gemäßigten Europa, findet sich in der dunklen sibirische Taiga in Moos-Fichtenwälder und Tannen-Lärchenwälder ein, zusammen mit Preisel- und Heidelbeeren. Es überrascht ebenso als üppiger Bodenbesiedler in chinesischen Birken-Tannenwäldern und erkämpft sich seinen Platz auf verwitternden Lavaströmen in Japan unter Ahornen, Rhododendren und Azaleen.

Eigenschaften und Anforderungen: Dunkler Schatten bis Halbschatten; wärmeunverträglich, wünscht kühle Lagen, hohe Luftfeuchtigkeit; frosthart; Böden nur mäßig trocken, besser frisch bis feucht, sauer. Es meidet neutrale bis alkalische Substrate; bevorzugt nährstoffarme sandig-humose Lehmböden. Für Stadtklima ungeeignet; äußerst trittempfindlich.

Prof. Dr. Peter Kiermeier,
Weihenstephan

Die ganze Beschreibung lesen Sie in Ausgabe 09/2014 Deutsche Baumschule.


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