29. 12. 2014

BdB fordert Regelung zur Entschädigung

Asiatischer Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis, ALB).

Quarantäneschädlinge
Angesichts eines weiteren Befundes des Asiatischen Zitrusbockkäfers in Bayern fordert der Bund deutscher Baumschulen (BdB) mit Nachdruck eine Entschädigungsregelung für Baumschulen.

Aufgrund des enormen weltweiten Handels werden Pflanzenkrankheiten und -schädlinge nach Europa beziehungsweise Deutschland eingeschleppt. Unter den vielen neuen Schaderregern an Bäumen bergen insbesondere der Asiatische Zitrusbockkäfer (Anoplophora chinensis, CLB) und der Asiatische Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis, ALB) ein großes Gefahrenpotenzial. Sie gelangen über aus Asien importierte Ahorngehölze beziehungsweise billiges Verpackungsholz in die EU.

Ein aktueller Befund des CLB in Bayern veranlasste kürzlich den Bund deutscher Baumschulen (BdB) dazu, noch stärker als bisher eine Entschädigungsregelung für Baumschulen zu fordern. „Es kann nicht sein, dass Baustoffhändler mit denen für den Transport ihres Materials verwendeten Holzpaletten Schädlinge einführen und unsere Baumschulbetriebe dies mit hohen Verlusten bezahlen. Hier besteht allerdringlichster Handlungsbedarf“, so Markus Guhl, Hauptgeschäftsführer des BdB.

Rückverfolgbarkeit möglich
Der BdB informiert seine Mitglieder regelmäßig über neu auftretende Quarantäneschädlinge.

Zudem bestehe ein europaweites Sicherungssystem: Mit den in Baumschulen und Staudengärtnereien genutzten Artikelstämmen werden etwaige Wirtspflanzen von Quarantäneschädlingen in der Warenwirtschaft entsprechend als pflanzenpasspflichtig gekennzeichnet. Auf diese Weise werde gewährleistet, dass im Fall von Schädlingsfunden die Rück- und Nachverfolgbarkeit befallener Pflanzen in der Warenwirtschaft der Baumschulbetriebe möglich ist, so der BdB.

Offene Kommunikation
Der BdB weise seine Mitgliedsbetriebe regelmäßig darauf hin, beim Zukauf von Pflanzen aufmerksam darauf zu achten, wo diese herkommen. Hier plant die EU, künftig Risikogattungen vor Einfuhr in die EU genau prüfen zu lassen; der BdB unterstützt dieses Vorgehen.

„Volle Entschädigung!“
Bisher gibt es beim Auftreten von Quarantäneschädlingen keine finanzielle Unterstützung für Betriebe. Versicherungen sei das Risiko offensichtlich zu groß. Die Baumschulen würden derzeit mit dem Risiko allein gelassen. Der BdB fordert schon lange, dass durch das Auftreten von Quarantäneschädlingen verursachte Schäden voll entschädigt werden.
Die EU wird einen Fonds für diese Entschädigungszahlungen einrichten. „Das ist der richtige Ansatz. Wir fordern jedoch eine hundertprozentige Entschädigung“, so der BdB.
bdb/db

Lesen Sie den ganzen Artikel in Ausgabe 12/2014 Deutsche Baumschule.


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